29. Womo-Tour: Königsberg - Pillau im September 2018

Dürnstein - Brünn - Königsberg - Danzig - Stettin - Dresden

erster Stellplatz an der Friedhofs-Mauer von Dürnstein
erster Stellplatz an der Friedhofs-Mauer von Dürnstein

 

...dieses Mal starten wir in das östliche Europa, da es dort für uns noch viele weisse Flecken zu entdecken gibt....

...erster Stop, die beliebte Wachau an der blauen Donau, danach geht es weiter in die Slowakei, in die

Hauptstadt nach Brünn.

In Polen erleben wir eine wahre Jahrhundert-Apfel-Ernte.

In Czensdochau besuchen wir die schwarze Madonna und treffen,

we überall in Polen, auf die Lichtgestalt "Papst Paul II".

Ein interessantes Lesebuch informiert uns über die 150 km breite russische Enklave Königsberg und die mit ihr verbundenen Kurischen Nehrung.

Im bisher hermetisch abgeriegelten Hafen Pillau, westlich von Königsberg suchen wir nach Orten, von denen mein Vater, der im WK II hier als Marine-Maat viele Jahre stationiert war, immer wieder erzählte.

Zurück in Polen, besichtigen wir die ehemals freie Reichs-Stadt Danzig und die ihr vorgelagerte Halbinsel Westerplatte.

Im ultramodernen Europäischen Museum der Solidarnoc erfahren wir Vieles über den politischen Umbruch, der 1981 in der Danziger Werft, von Lech Walesa ausgerufen und eingeleitet - aber erst nach weiteren 10 Jahren zähen Ringens, den Zusammenbruch der kommunistischen Sowjet-Union und seiner sozialistischen Sateliten-Staaten herbeiführte.

Auf der Fahrt durch das ehemalige West-Pommern, heute Polen, lesen wir in unse-rem  o.g. Lesebuch, dass von hier aus, viele Juden und später Millionen  Deutsche,

über Nacht vertrieben wurden.

Innerhalb einer verfallenen Festung Deutscher Ordensritter aus dem 13. Jhd. die

gerade aufgrund touristischer Erwartungen auf Vordermann gebracht wird, parkten wir gegenüber einer  Kapelle, in der eine junge Restauratorin, konzentriert und ohne aufzusehen, bis tief in die Nacht hinein, an einem mehr als 500 Jahre alten,

3 m hohen Wand-Fresko arbeitete.

Zur Abendmesse im wieder aufgebauten Dresdner Dom kamen wir gerade noch

rechtzeitig, unmittelbar danach hörten wir ein virtuoses Bach-Konzert in der wun-dervollen  Frauenkirche.

Das Erzgebirge überqueren wir bei Altenberg, einem Wintersport-Platz mit grossem Potential (Biathlon) - auch ein beliebter Ausgangspunkt für Fern-Wanderungen.

An unserem letzten Touren-Abend, stehen wir am Rand eines kleinen Feld-Flug-platzes, von dem wir, am Sonntag-Morgen, zu einem traumhaften Rundflug in die Lüfte gehen, zum Abschluss einer Reise, die an allen Tagen grandios gelang.

 

Donaubiegung vor Dürnstein - in der traumhaften Wachau

sanft und ruhig biegt sich die Donau um Dürnstein herum
sanft und ruhig biegt sich die Donau um Dürnstein herum
das bekannteste Urlaubsziel in der Wachau - Dürnstein
das bekannteste Urlaubsziel in der Wachau - Dürnstein

 

...in bewährter Weise starteten

wir erst gegen Mittag zu dieser Tour in Richtung Osten...

 

...das Wetter war uneinheitlich

und meist trüb, in der Wachau überraschte uns gar eine kurze Regenschauer....

die alten Gassen von Dürnstein vermitteln noch die Romantik früherer Tage
die alten Gassen von Dürnstein vermitteln noch die Romantik früherer Tage
Blick hinauf zur Dürnsteiner Burg
Blick hinauf zur Dürnsteiner Burg

 

...das milde Sonnenlicht des

Morgens beleuchtete die alte Dürnsteiner Burg und die darunter liegenden Weingärten....

 

...auch das ungewöhnliche Krieger-Denkmal des russischen Generals Kutusov war im Vorder-

grund schon ganz deutlich zu erkennen....

wir standen in einem fast ausgereiften Weinberg
wir standen in einem fast ausgereiften Weinberg
in Forthof bei Krems an der Donau
in Forthof bei Krems an der Donau

 

...in Krems stellten wir fest,

dass wir aufgrund eines falschen telecom-Vertrages, keine Internet-Verbindung für das Ausland hatten...

 

...dagegen fanden wir im Media-

markt von Krems, ein Lade-Gerät für die Olympus-Kamera, was genauso wichtig war....

Kremser Münster in der Morgensonne
Kremser Münster in der Morgensonne

Renaissance-Schloss Rosenburg im Kamptal

als Burg im 13. Jhd. erbaut - im 17. Jhd. zum Schloss umgestaltet
als Burg im 13. Jhd. erbaut - im 17. Jhd. zum Schloss umgestaltet
am Seerosenteich des Schlosses
am Seerosenteich des Schlosses

 

...um 1150 errichtete man an in dieser exponierten Lage eine

mächtige Burg - die Rosenburg

 

...im 16. Jhd. wurde diese auf-wändig zu einem Renaissance-Schloss umgebaut.

Seit 1681 ist es durchgehend im Besitz der Familie Hohes-Prinzenstein...

 

jeder Blüte wohnte ein ganz besonderer Zauber inne
jeder Blüte wohnte ein ganz besonderer Zauber inne

Benediktiner Abtei Stift Altenburg

vom Eingang weg ein schönes Ensemble
vom Eingang weg ein schönes Ensemble

 

...das Kloster "St. Lambrecht zu Altenburg" wurde von Frau Hildburg von Polgen-Rebgau gegründet...

 

...sie dotierte es mit Landbesitz und dem Zweidrittel-Zehent

ihrer Pfarrei Horn. Vier Jahre

nach ihrem Tode bezogen 1144

zwölf steierische Mönche dort

ihre Zellen...

as der Vogel-Perspektive fast noch schöner
as der Vogel-Perspektive fast noch schöner
Durchbruch der Kuppel - Blick in den Himmel
Durchbruch der Kuppel - Blick in den Himmel

 

...die von den Schweden im

Dreissigjährigen Krieg zerstörte gotische Klosterkirche wurde

wieder aufgebaut....

 

...aber erst in den Jahren 1730-

1733 erfolgte der großartige Umbau zur Barockkirche.

Paul Troger wurde als Festkant

für die Ausmahlung der viel Kuppeln gewonnen werden....

herrliche Kuppel-Fresken von Paul Troger
herrliche Kuppel-Fresken von Paul Troger
feierliche Hochzeitsmesse
feierliche Hochzeitsmesse

 

...in der prunkvollen Kloster-kirche erlebten eine Trauung ganz besonderer Art. Ein Inder

gab gerade einer Österreicherin

sein ewiges Eheversprechen...

 

...die vielschichtige Gäste-Schar

verfolgte aufmerksam und würde-

voll die aufwändig gestaltete Feier....

die rührenden Blumenkinder beim einsammeln der Kollekte
die rührenden Blumenkinder beim einsammeln der Kollekte
nach der Hochzeitsmesse gab es Sekt für alle
nach der Hochzeitsmesse gab es Sekt für alle

 

...im Stifts-Hof wurde gerade das

der Sektumdrunk für die über hundert Hochzeits-Gäste vorbe-

bereitet....

 

...wir fanden die Fassaden-

gestaltung des Rückgebäudes und seiner grünen Tür besonders

photogen....

herrliches Wand-Dekor mit offener Türe
herrliches Wand-Dekor mit offener Türe

hinter uns lag die Grenze der Slowakei

Feldkapelle in den Slowakei
Feldkapelle in den Slowakei

 

...an zentralen Kreuzungen

sind noch immer die attraktiv

gestalteten Weg-Kapellen zu sehen...

 

...in den die Menschen dankten

für die gute Ernte oder das Ausbleiben von Unwettern...

zzweiter Stellplatz, mit einem herrlichen Sonnenuntergang
zzweiter Stellplatz, mit einem herrlichen Sonnenuntergang

Kathedrale St. Peter und Paul - im slowakischen Brünn

hoch über Brünn, die Kathedrale St. Peter und Paul
hoch über Brünn, die Kathedrale St. Peter und Paul

 

...das Mittagsgeläut fand in Brünn nicht um 12 Uhr - sondern bereits um 11 Uhr statt....

 

...da die Schweden im Dreissig-

jährigen Krieg versprachen, die Be- lagerung des Dombergs mit dem Mittags-Geläut abzubrechen, stell- ten die Brünner die Uhr einfach eine Stunde vor, verhinderten so die Zerstörung ihrer Kirche...

die Sonntags-Messe in der Kathedrale St. Peter und Paul
die Sonntags-Messe in der Kathedrale St. Peter und Paul
der Davids-Stern vor dem christlichen Kreuz
der Davids-Stern vor dem christlichen Kreuz

 

...in der seit 70 Jahren athei-stisch, sozialisch geprägten Tschechoslowakei, sahen wir den jüdischen Davids-Stern mehrmals gleichauf mit dem Christus-Kreuz....

 

...diese schöne Bronze befand

sich im Eingangsbereich der

St. Peter und Paul-Kathedrale...

 

 

Hanni steichelt am Domplatz Leoparden aus Bronze
Hanni steichelt am Domplatz Leoparden aus Bronze

Schlacht bei Austerlitz - Russen und Österreicher gegen Napoleon

am Montag-Morgen des 2. Dezember 1805
am Montag-Morgen des 2. Dezember 1805

 

...am Patzenberg, zwi-schen Brünn und Auster-litz, besiegte Napoleon

die Österreicher und Russen vernichtend...

 

...die Schlacht, auch "Drei Kaiser Schlacht genannt,

gilt als eine der bedeutend- sten  Schachten von Napoleon...

Einstimmung auf das legendäre Schlachtfeld bei Austerlitz
Einstimmung auf das legendäre Schlachtfeld bei Austerlitz
Siegessäule am Place Vendome in Paris
Siegessäule am Place Vendome in Paris

 

...zum Gedenken an die Schlacht

von Austerlitz zwischen Napoleon und Russland-Österreich

steht in Paris, am Place Vendome

eine beeindruckende Säule, für deren Schaft man die Bronze, der damals von den Franzosen erbeuteten Kanonen verwendete....

 

Napoeon verfügte am Morgen des

2. Dezember 1805 nur über

73.000 Mann und 139 Kanonen

Russland/Österreich dagegen über 85.400 Mann und 278 Kanonen.

 

Napoleon lockte die Russen und Österreicher durch geschickte Vortäuschung eigener Schwäche in die Schlacht von Austerlitz, nach nur

4 Stunden des Kampfes hatten die Franzosen die Alliierten niedergrungen.

Die Verluste der Franzosen:

1.288 Tote und 6.993 Verwundete

Die Verluste der Russen/Österreicher

15.000 Tote und Verwundete.....

 

Nach der Schlacht sprach Napoleon

diese Worte an seine Soldaten:

"...zurück in Frankreich werdet ihr

zum Objekt meiner zärtlichsten Fürsorge werden. Mein Volk wird Euch mit Freude wiedersehen und es wird genügen zu sagen:

Ich war bei der Schlacht von Austerlitz dabei".....

 

 

 

 

Impressionen während des Tages

ein Motocross-Trail - supersteil der Aufstieg und fast senkrecht die Abfahrt
ein Motocross-Trail - supersteil der Aufstieg und fast senkrecht die Abfahrt
Hanni konnte einfach nicht widerstehen
Hanni konnte einfach nicht widerstehen

 

...die Wälder in Polen scheinen ein

durchgehendes Schwammerl-Paradies zu sein....

 

...und auch die Strassen und Brücken waren auf dem neuesten Stand.

In allen Landesteilen wurde emsig und

konzentreiert gebaut....

 

geschmacksvoll und abwechslungsreich die einzelnen Brückentypen
geschmacksvoll und abwechslungsreich die einzelnen Brückentypen

Czestochowa - das Pauliner Kloster auf dem Jasna Gora

die renovierte Kloster Pauline in Czestochowa
die renovierte Kloster Pauline in Czestochowa

 

...das Kloster Paulina steht weithin sichtbar, frei auf dem Hügel Jasna Gora...

 

...inmitten eines beufälligen

Stadtviertels, dessen Abriss

offenbar kurz bevorstand.

Für uns eine eher bedrückende Stimmung....

 

 

 

wunderschön das Seitenschiff mit der Andachts-Kapelle am Ende
wunderschön das Seitenschiff mit der Andachts-Kapelle am Ende
eindrucksvolles Glasfenster von der Auferstehung Christi
eindrucksvolles Glasfenster von der Auferstehung Christi
der 2012 verstorbene Papast Paul II, der Heros von Polen
der 2012 verstorbene Papast Paul II, der Heros von Polen

 

...der am 2. April 2005 verstor-bene, 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochene Papst Paul II 

gilt im erzkatholischen Polen

als National-Held...

 

...erstmals seit dem Niederländer Hadrian VI (1459) wurde er als Nicht-Italiener, noch dazu als Slawe, zum Papst gewählt....

das Bild der schwarzen Madonna ist eher unauffällig platziert
das Bild der schwarzen Madonna ist eher unauffällig platziert
schöne Bgilder die den Gllauben stärken
schöne Bgilder die den Gllauben stärken

 

...vier Million Menschen

pilgern jährlich zur schwarzen Madonna, die in Polen auch als

nationales Symbol verehrt wird...

 

...wir standen an diesem Sonntag-

Abend, kurz vor Schliessung der Kirche, ganz allein vor diesem Gnadenbild, der heiligsten Relique des Landes....

 

zu spüren war eine tiefe Gläubigkeit der Menschen
zu spüren war eine tiefe Gläubigkeit der Menschen

wieder einmal feierten wir meinen Geburtstag on Tour

Hanni schenkte mir ihr Herz mit viel Marmelade
Hanni schenkte mir ihr Herz mit viel Marmelade

 

...es ist nun schon viele Jahre

so, dass wir im Pössl, auf der

obligaten Herbst-Tour meinen Geburtstag feiern....

 

...an jedem neuen Geburtstag wünsche ich mir, dass wir glück-lich und gesund bleiben und noch viele Pössl-Touren vor uns liegen....

 

Mittagspause in einer ruhigen Landschaft
Mittagspause in einer ruhigen Landschaft
bis zum Essen - kleine Mittags-Tour mit dem Bike
bis zum Essen - kleine Mittags-Tour mit dem Bike

 

...auf Touren mit dem Wohnmobil

ist es wichtig, dass man die Tage

gut und verträglich einteilt....

 

...ganz wichtig ist eine ausgiebige Mittagspause, mit einem guten Essen und einen wohltuenden

Stärkungs-Schlaf, im gelben

Pössl-Himmelbett....

Traumhfte Landschaften und gepflegte Felder soweit das Auge reichte
Traumhfte Landschaften und gepflegte Felder soweit das Auge reichte

über 100 km weit - folgte eine Apfel-Plantage der anderen

dicht hingen die roten Apfel an den kleinen stabilen Bäumen
dicht hingen die roten Apfel an den kleinen stabilen Bäumen

 

...2018 wird als das Obst-Jahr

schlechthin in die Geschichte

eingehen....

 

...in den gepflegten polnischen Apfel-Plantagen, leuchteten und dufteten die Früchte so intensiv

wie ich es bisher nur in Neusee- land erlebte....

die grosse Freude der Bauern war berechtigt
die grosse Freude der Bauern war berechtigt
in allen Obst-Gärten wurde emsig gearbeitet
in allen Obst-Gärten wurde emsig gearbeitet

 

...im Akkord lieferten die Obst-

Bauern ihre Ernte bei den

grossen Mostereien auf....

 

...Mirko war sehr zufrieden, er

erklärte mir, dass dies heute schon

die 4. Fuhre wäre....

 

eine Sendung nach der anderen traf im Hof ein
eine Sendung nach der anderen traf im Hof ein
die jugendliche Pflücker hatten dennoch viel Spaß
die jugendliche Pflücker hatten dennoch viel Spaß

 

...in vielen Plantagen waren

nur junge Leute zu sehen,

die aus der stupiden Ernte-Arbeit, mit musikalischer Unterstützung, ein wahres Happening machten....

 

...für ein Photo hatten kaum Zeit....

vor Wyszkow am Fluss Bug
vor Wyszkow am Fluss Bug
Abend-Spaziergang am Fluss Bug
Abend-Spaziergang am Fluss Bug

 

...den Fluss Bug überquerten

wir bei einem wunderschönen

Abendlicht. Eigentlich hätten wir hier bleiben müssen...

 

...aber unser Tages-Pensum

war noch nicht erfüllt, da wir

in der Regel erst eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang mit der Stellplatz-Suche be-

ginnen....

tägliche Stellplatz-Suche für die Nacht

eigentlich ein Stellplatz für die Nacht, aber es war noch zu früh dafür
eigentlich ein Stellplatz für die Nacht, aber es war noch zu früh dafür
eine Stunde später an einem Wegkreuz paßte es genau
eine Stunde später an einem Wegkreuz paßte es genau

 

...die Stellplatz-Suche für die

nächste Nacht zählt zu den schönsten Momenten eines Wohnmobil-Tages...

 

...in den östlichen Ländern ist

es besonders angenehm, da

keinerlei Verbote die Suche

einschränken und die Leute

sehr freundlich sind...

in den kleineren Orten steht vieles zum Verkauf

die Mobilität treibt auch hier die Menschen in die grösseren Städte
die Mobilität treibt auch hier die Menschen in die grösseren Städte
was früher zentral war, gilt  heute als abgelegen
was früher zentral war, gilt heute als abgelegen

 

...die Mobilität treibt auch in

Polen die Menschen wegen

der Arbeit in das vermeint-liche Paradies der Städte....

 

...die ehemals wertvollen

Strukturen der Dorfplätze

verfallen, da sich dort kein

Geschäft mehr halten kann....

Historische Stabkirche St. Barbara in Kramarzweo - erbaut 1739

ein gut erhaltene Stab-Holzkirche aus dem 18. Jhd.
ein gut erhaltene Stab-Holzkirche aus dem 18. Jhd.
mit einem riesigen Schlüssel sperrte man uns das Portal auf
mit einem riesigen Schlüssel sperrte man uns das Portal auf

 

...ein kleines, unscheinbares Holzschild zeigte uns den

Weg zu diesem historischen

Kirchen-Juwel....

 

...in der Grundschule  gleich gegenüber holten wir uns den übergrossen Schlüssel für die alte Eingangs-Tür....

wir fühlten uns in diesem Moment nach Norwegen versetzt
wir fühlten uns in diesem Moment nach Norwegen versetzt
die Dekorationen, mit Naturfarben gemalt hatten eine starke Ausstrahlung
die Dekorationen, mit Naturfarben gemalt hatten eine starke Ausstrahlung
der Beichstuhl offen für alle
der Beichstuhl offen für alle

 

...die originale Ausmalung,

mit den alten Ornamenten war sehr beeindruckend...

 

...es war die Kunst von ein-

fachen Menschen, die aber

in seiner Geschlossenheit

edel und authentisch wirkte...

 

 

 

eine Abkürzung die uns in Schwierigkeiten brachte

25 km fuhren wir auf dieser einsamen Waldstrasse, ohne Orientierung, nur nach der Sonne ausgerichtet
25 km fuhren wir auf dieser einsamen Waldstrasse, ohne Orientierung, nur nach der Sonne ausgerichtet
Schwammerl-Sucher zeigten uns den Weg
Schwammerl-Sucher zeigten uns den Weg

 

...nach etwas 10 km, trafen

wir auf ein Pilz-Sammler-Paar, das uns erklärte, dass wir 

nach links abbiegen mußten...

 

...gern hätten sie uns Ihre prächtigen Steinpilze verkauft, aber dafür hatte Hanni in diesem Moment nicht die Nerven....

undurchdringliche Wälder in den sich die Schwammerl prächtig gedeihen
undurchdringliche Wälder in den sich die Schwammerl prächtig gedeihen

am Abend beobachteten wir den Zug der Vögel in den Süden

ein überwältigendes, großartiges Natur-Schauspiel
ein überwältigendes, großartiges Natur-Schauspiel
unser Stellplatz wieder Super-Klasse
unser Stellplatz wieder Super-Klasse

 

...unser Stellplatz,

unterhalb des unendlich weiten, rot gefärbten Abend-

Himmels, war super....

 

...in äusserster Stille, beobach-teten wir die Formationen der lautschnatternden Wildgänse, auf ihrem Flug in den warmen Süden....

die Bebauung der endlosen Felder perfekt organisiert
die Bebauung der endlosen Felder perfekt organisiert
Arbeitseinteilung am Morgen
Arbeitseinteilung am Morgen

 

...die Feldarbeit in Polen war

gut organisiert. Der Patron, ein Mann mit sicheren Gesten teilte früh am Morgen, seine Traktoristen, mit lauter und direkter Sprache ein....

 

...trotzdem blieb es für uns ein Rätsel, wie man diese Weiten, ohne GPS fehlerfrei beackern konnte....

ein abgelegenes, noch aktives Gehöft mit historischem Charme
ein abgelegenes, noch aktives Gehöft mit historischem Charme

Mittagspause an einem der vielen Musurischen Seen

wie immer waren wir allein an diesem Strand
wie immer waren wir allein an diesem Strand

 

...die Masurischen Seen sind

als Erholungs-Gebiet auch

im Westen bekannt....

 

...im Sommer hat man hier mit den jedoch mit unzähligen Mückenschwärmen zu kämpfen die an den Schilf-Rändern  der

kleinen Seen ihre Nist-Plätze haben....

die Masurischen Seen - ein Eldorado der Natur
die Masurischen Seen - ein Eldorado der Natur
Schwammerl-Sammler Miko mit seiner Frau Edda
Schwammerl-Sammler Miko mit seiner Frau Edda

 

...zur russischen Grenze

waren es nur noch wenige

Kilometer....

 

...Mirko und seine Frau Edda

hatten einen Korb Pilze ge-

sammelt, den sie uns äusserst

zurückhaltend, für 3 EUR  ver-

kauften....

wieder konnte Hanni diesem Schmankerl nicht widerstehen
wieder konnte Hanni diesem Schmankerl nicht widerstehen
kurz vor der russischen Grenze
kurz vor der russischen Grenze

 

...die grenznahen Gehöfte

waren nicht mehr bewirt-schaftet, alte Landmaschinen

rosteten im Freien ruhig vor sich hin...

 

...ein Modernisierung zog man hier, offensichtlich aus strate-gischen Gründen nicht in Erwägung....

die riesigen Gehöfte waren verlassen
die riesigen Gehöfte waren verlassen

wir waren nun in der russischen Enklave Königsberg

die Mutterherden auf riesigen Weiden verteilt
die Mutterherden auf riesigen Weiden verteilt

 

...der Grenzübertritt nach

Russland dauerte etwas zwei

Stunden und führte zu keinerlei Probleme...

 

...ganz anders das Bild der Landwirtschaft. Statt gepflegter Felder, sahen wir jetzt nur noch halbwilde Mutterhherden, auf abgetrockneten, braunen Wiesen grasen...

eine eher grob angelegte Landwirtschaft-Form
eine eher grob angelegte Landwirtschaft-Form
nahe Gumbinnen, wo die Schlacht um Ostpreussen stattfand
nahe Gumbinnen, wo die Schlacht um Ostpreussen stattfand

 

...am Rand eines kleinen Dorfes erlebten wir den

ersten Abend in Russland....

 

...es gab kein fliessendes

Wasser, die Toiletten lagen

ausserhalb der Häuser.

wir befanden uns in dem

Gebiet von Gumbinnen, in der im Dezember 1944 die

Schlacht um Ostpreussen

stattfand.....

 

die Schlacht um Ostpreussen 1944/1945

Die Schlacht um Ostpreussen, zwischen 13. Januar und 25. April 1945, war die

blutigste und längste Schlacht in der Endphase des WK II. Verheerend wirkte sich der Abzug der noch vorhandenen Reserven, zugunsten der von A.H. befohlenen Ardennen-Offensive im Westen aus.

Es wird geschätzt, dass von den bei Kriegsende etwa 2,4 Millionen Bewohnern Ostpreußens ungefähr 300.000 unter elenden Bedingungen auf der Flucht ums Leben kamen.

Ereignis der Weltgeschichte von größter Bedeutung
Ereignis der Weltgeschichte von größter Bedeutung

 

...erst nach Durchsicht vieler Bilder und Schriften,

begannen wir den Umfang der Ostpreussen-Tragö-die in seiner ganzen Tragweite zu begreifen...

...durch die Deutschland ein über viele Jahrhunderte entwickeltes Kulturland abgeben mußte und mehrere Millionen Menschen ihre Heimat verloren...

eine Landschaft die uns an die Vergangenheit heranführte

die ehemalige deutche Ordensburg Saalau
die ehemalige deutche Ordensburg Saalau

 

...bereits an Insterburg vorbei, da entdeckte wir auf der Karte  eine Burg-Ruine...

 

...es war die ehemalig deut-sche Ordensburg Saalau,

erbaut im 13. Jahrhundert, jenseits der Pregel.

Front zur Hofseite - die Burg-Ruine verfällt ungeschützt
Front zur Hofseite - die Burg-Ruine verfällt ungeschützt
Durchgang zum Burg Flügel
Durchgang zum Burg Flügel

 

...eine Info-Tafel für diese interessante Burg-Anlage war nicht zu finden....

 

...deren ehemaligen Kirche

man gar zum Dorf-Treffpunkt bzw. zum öffentlichen Kino- Raum umfunktioniert hatte...

der Holzzaun im typisch russischen grün gestrichen
der Holzzaun im typisch russischen grün gestrichen
Sandra und Mia wirken aber sehr glücklich
Sandra und Mia wirken aber sehr glücklich

 

...Sandra und Mia schienen

mit ihrem Leben im russi-schen Kamenskoie vollauf zufrieden zu sein...

 

...sie konnten nicht verstehen

was die Menschen aus dem

fernen Westen, an Ihrer

verfallenen Dorf-Ruine so spannend fanden....

ein Bild so klar und ruhig wie eine russische Ikone
ein Bild so klar und ruhig wie eine russische Ikone
auf Naturstrassen fuhren wir weiter in Richtung Süden
auf Naturstrassen fuhren wir weiter in Richtung Süden

 

...die staubigen Natur-Strassen erschienen zu Anfang etwas unbequem....

 

...aber schon nach kurzer

Zeit empfanden wir sie

gerade deshalb als original, zeitlos und authentisch...

 

die abgelegenen Häuser einfach und unaufgeräumt
die abgelegenen Häuser einfach und unaufgeräumt
das öffentlich Telefon hing an einem Strommasten
das öffentlich Telefon hing an einem Strommasten

 

...die einzelstehenden

Häuser strahlten etwas aus,

was es in unserer perfekten

Konsum-Welt längst nicht

mehr gibt....

 

...ein öffentlicher Fernsprecher

an einem Lichtmasten, sorgte

für öffentliche Kommunikation.

Ein Netz gibt es hier nicht....

 

wir begannen diese Häuser, wegen seiner Echtheit, gut zu finden
wir begannen diese Häuser, wegen seiner Echtheit, gut zu finden
die Sandstrasse fanden wir jetzt schöner als eine Teerstrasse
die Sandstrasse fanden wir jetzt schöner als eine Teerstrasse

 

...zu den ehemaligen, ost-

preussischen Land-Gütern, führten kilometerlange Zufahrten...

 

...sie sicherten ein funktio-nierendes Gemeinwesen in der unendlichen Landschaft Ostpreussens...

ein Teil des Birner Guthofs bei Insterburg
ein Teil des Birner Guthofs bei Insterburg
Strasse auf der Damm-Krone
Strasse auf der Damm-Krone

 

...auf einer einsamen Damm-

Strasse fuhren wir bis zum Ostsee-Strand....

 

...wir trafen dort schweigsame

Männer, die ruhig am Ufer

sassen, darauf warteten,

dass irgendwann ein Fisch anbiss...

 

Angler-Gemeinschaft an der Pregler
Angler-Gemeinschaft an der Pregler
Blick in den Garten eines Hauses in Crantz
Blick in den Garten eines Hauses in Crantz

 

...interessant, der Blick in die Gärten hinein, in dem man

lebte, mit allem was man hatte...

 

...die Ordnung, wie wir sie kennen

ist hier nicht üblich, da sie ein

Zeichen der Erstarrung und des

Unpersönlichen sind...

idyllisches Dorf am Kanal
idyllisches Dorf am Kanal

bei Cranz erreichen wir die Kurische Nehrung

nur noch wenige Augenblicke bis zum Sonnenuntergang
nur noch wenige Augenblicke bis zum Sonnenuntergang

 

...hinter Cranz, dem mondän-sten Badeort an der ostpreus-sischen Küste, bogen wir ab zur Kurischen Nehrung...

 

...im Gegensatz zur nördlichen Samland-Küste, gibt es um

Cranz herum nur weisse Sandstrände, die gefahrlos

zu benutzen sind....

 

 

eine junge Frau stürzt sich noch attraktiv in die Fluten
eine junge Frau stürzt sich noch attraktiv in die Fluten
Hanni beobachtet diesen Auftritt amüsiert
Hanni beobachtet diesen Auftritt amüsiert

 

...Augenblicke wie diese,

zeigen uns die unendliche Grösse von etwas, was wir

nicht erklären können...

 

...von etwas, das unser Herz

in Aufruhr festsetzt, wie eine

wnderbares Gemälde, dessen Genialität uns den Atem stocken läßt....

gleich neben unserem Stellplatz die orthodxe Kirche in Pillkoppen,
gleich neben unserem Stellplatz die orthodxe Kirche in Pillkoppen,
geduldig wartete ich auf diesen phänomenalen Sonnenaufgang
geduldig wartete ich auf diesen phänomenalen Sonnenaufgang
ein Küstebild in herrlichen Pastellfarben
ein Küstebild in herrlichen Pastellfarben

 

...am frühen Morgenwander-ten wir von der Ostseite der Nehrung, zu den weissen Stränden auf der Westseite hinüber....

 

...ein völlig anderes Bild,

helle, elegante Pastelltöne bestimmten jetzt den Color-Mix

der weiten Strand-Landschaft....

reizvoll die differenzierte Gewichtung der Farben
reizvoll die differenzierte Gewichtung der Farben

Litauen (Nidda) - nur 15 km von der russischen Grenze entfernt

Blick auf das Haff von der Mole in Nidden
Blick auf das Haff von der Mole in Nidden

 

...die Kontrolle an der

russischen Grenze war hier

etwas lockerer....

 

...in Nidda mieteten wir uns ein

Bike, mit dem wir die Küste entlang radeln, bis hinunter zur mächtigen schwarzen Para- miden-Düne...

am Rand von Nidden fanden wir noch einen Parkplatz
am Rand von Nidden fanden wir noch einen Parkplatz
Max Pechstein - der Blick von der Düne auf das Haff
Max Pechstein - der Blick von der Düne auf das Haff

 

...bekannt wurde die Künstler-Kolonie Nidda, in den Jahren zwischen den zwei Weltkriegen.

 

...mehrere Sommer lang studierte hier Max Pechstein das Leben am Haff, beobachtete und malte die kräftigen Fischer bei ihrer schweren Arbeit...

ein historisches Fischerhaus, mit den Mast-Wimpeln vor dem Haus
ein historisches Fischerhaus, mit den Mast-Wimpeln vor dem Haus

die Paramiden-Düne bei Nidden - 52 m hoch

der Weg zur Dünenkuppe hinauf
der Weg zur Dünenkuppe hinauf

 

...die Dünen bei Nidda

sind die größten und höchsten Dünen Europas...

 

...wenn möglich sollte man sie

frühmorgens oder bei Sonnen-

untergang besteigen, dann

entfalten sie zusätzlich einen

mystisch, magischen Reiz.....

tief beeindruckt wanderte Hanni durch den unberührten Sand
tief beeindruckt wanderte Hanni durch den unberührten Sand
das kurische Haff blickt auf eine grosse Geschichte
das kurische Haff blickt auf eine grosse Geschichte

 

...die mächtige Dünen-Berge

trennen das Kurische Haff

von der Ostsee...

 

...im Kriegswinter 1945 flohen

Hunderttausende über das zugefrorene Haff in Richtung Königsberg/Pillau........

für den Tourismus hergerichtet sind diese Häuser heute nur noch eine Kulisse
für den Tourismus hergerichtet sind diese Häuser heute nur noch eine Kulisse

 

...Hanni war begeistert von diesem Ausflug nach Nidda, ganz besonders von den hohen Dünen...

 

...ich dagegen war etwas traurig, zuviel hatte sich seit meiner Baltik-Rad-Reise 2009

in Nidda (touristisch) ver-ändert....

frustrierende Einfahrt in Königsberg

Vor-Kriegs-Bild des ostpreussischen Königsberg
Vor-Kriegs-Bild des ostpreussischen Königsberg
aktuelles Bild von Königsberg an der Pregel
aktuelles Bild von Königsberg an der Pregel
ein bewachter Parkplatz gleich hnter der Pregel-Brücke
ein bewachter Parkplatz gleich hnter der Pregel-Brücke

 

...dem stark befahrenen Prospekt-Leninsky folgend, erreichten wir das  Stadt-Zentrum von Königs-berg etwas angespannt....

 

...hinter der grossen Pregel-

Brücke parkten wir auf einem

Trümmer-Grundstück, das

als bewachter Parkplatz

genutzt wurde....

 

Boris der Parkwächter war Tag und Nacht präsent
Boris der Parkwächter war Tag und Nacht präsent

mit dem Bickerton-Bike erkundigte ich das Stadt-Zentrum

mit dem Bike in die City (Zentrum)
mit dem Bike in die City (Zentrum)

 

...für die Stadterkundung

baute ich am nächsten Morgen, mein Bickerton-Bike zusammen..

 

...am ersten Kiosk nach der

Pregel-Brücke kaufte ich einen Stadtplan, der aber

kyrillisch geschrieben war....

sie konnte mir den Weg nicht zeigen
sie konnte mir den Weg nicht zeigen

das neue russische Zentrum von Kaliningrad (Königsberg)

das Regierungsgebäude mitten im Zentrum
das Regierungsgebäude mitten im Zentrum

 

...Königsberg, das heutige Kaliningrad, war während der preussischen Herr-schaft, die Hauptstadt  Ostpreussens....

 

...im WK II von britischen

Brandbomben schwer ge-troffen, als sog. Festung,

von den Sowjets im April 1945 dem Erdboden gleich gemacht....

 

die 2006 von Patriarch Alexis II eingeweihte Christ-Erlöser Kirche
die 2006 von Patriarch Alexis II eingeweihte Christ-Erlöser Kirche
die goldenen Kuppeltürme signalisieren eine Umkehr
die goldenen Kuppeltürme signalisieren eine Umkehr

 

...die Grundsteinlegung

für die Christ-Erlöser-Kirche nahm 1996 der

russische Präsident Boris Jelzin vor, exakt in dem Jahr, in dem ich mit dem Rad von Warschau nach Moskau unterwegs war...

 

...mit seinen 73 m ist es

derzeit das höchste Ge-bäude der Stadt, deren gol-

dene Türme ein neues Den-ken symbolisieren, das in Russland derzeit trendy zu sein scheint. Aus machtpolitischen Gründen hat die kommunistische Partei die orthodoxen Kirche gewähren lassen, da diese imstande ist, ihre Anhänger in Demut zu vereinen, tief gläubige Menschen nicht in der Leere, eines kalten und unpersönlichen Atheismus verkümmern läßt.

die Königsberger Altstadt gibt es seit April 1945 nicht mehr

der Weg führte  der Pregel entlang
der Weg führte der Pregel entlang

 

...das Königsberg von

früher, verteilt auf den Inseln der Pregel, gibt es heute nicht mehr.....

 

...den Feuersturm der briti-schen Bomber im Aug. 1944 überstanden damals nur die Marienkirche und Teile des, das Stadtbild beherrschen- schende Königsschloss.

1968 angesichts des Prager Frühlings (Volksaufstand) gab Leonid Ilijitsch Bresch-new den Befehl, die noch intakten Ruinen des Königsschlosses zu sprengen.

In dieser Zeit des Prager-Frühlings (1968) leistete ich meinen Grundwehr-Dienst ab. Die Anspannung entlang des Eisernen Vorhangs war damals durchgehend spürbar.

die notdürftig renovierte Marien-Kathedrale
die notdürftig renovierte Marien-Kathedrale
die Menschen finden wieder im Glauben zusammen
die Menschen finden wieder im Glauben zusammen

 

...seit 1998 beten im protes-tantischen Marien- Dom wieder die Menschen....

 

...nach den unerfüllten Parolen des Kommunismus

scheint das unendlich gut zu tun....

 

 

 

diese Stadt-Silouette weckte ein wenig unsere Vorstellungen
diese Stadt-Silouette weckte ein wenig unsere Vorstellungen
prachtvoll renoviert wird gerade die jüdiwche Synagoge
prachtvoll renoviert wird gerade die jüdiwche Synagoge

 

...engagiert und mit grossem Aufwand baut derzeit der jüdische Millionär Wladimir Katz-mann die alte Synagoge wieder auf....

 

...ein weithin sichtbares

Zeugnis einer Glaubens-Gemeinschft ist, die in Ihrer langen Geschichte immer zusammenhielt...

 

Stadtbesichtigung anhand von historischen Bildtafeln

historische Bilder lassen das frühere erahnen
historische Bilder lassen das frühere erahnen

 

...die Brandbomben der britischen Royal Air-force  zerstörten das in 800 ge-

wachsene Köngisberg in zwei Nächten....

 

...im angrenzenden Park erinnern nur noch groß-formatige Info-Tafeln an das frühere Stadt-Leben....

dort wo früher die Stadt stand sorgen Info-Tafeln für eine gewisse Orientierung
dort wo früher die Stadt stand sorgen Info-Tafeln für eine gewisse Orientierung
die Natur hat mit dem Vergangenen längst den Frieden gemacht
die Natur hat mit dem Vergangenen längst den Frieden gemacht

Marine-Stützpunkt Pillau, für Viele die letzte Rettung

Marine-Stützpunkt Pillau - U-Boots-Schule, mein Vater 2. von links
Marine-Stützpunkt Pillau - U-Boots-Schule, mein Vater 2. von links

 

...Winter - Dezember 1944:

Hunderttausende flüchten jetzt über die Ostsee...

...überstürzt verlassen die Menschen ihre Heimat. Mit hochbeladenen Plan-Wägen, Pferde-Schlitten oder zu Fuß, versuchen sie den rettenden Westen zu erreichen.

...Sowjetische Panzer-

verbände stiessen überra-schend aus dem südlichen

Ostpreußen vor, der letzte Flucht-Weg über Land wurde dadurch über Nacht abgeschnitten. Die einzig noch verbliebene Route führte über den deutschen Marine-Stützpunt Pillau nach Goten-hafen (Danzig).

In Pillau setzte man in den letzten Januar-Tagen 1945 - die umfangreichste See-Rettungsaktion aller Zeiten in Gang.

Ausgeschifft wurden die Angehörigen der U-Bootsschule in Pillau (in der mein Vater stationiert war) sowie Kranke, Verwundete und schwangere Frauen mit Kindern.

Immer mehr Menschen stürmten jetzt nach Pillau, das in diesen Tagen mit sei-nen 12.000 Einw. zeitweise bis zu 75.000 hungerde und frierende Flüchtlinge unterbringen und versorgen mußte.

Ab dem 25. Januar bot man seitens der Marine alles auf was schwimmen konnte. Minensucher, Torpedeboote, Kreuzer, Schlepper, Eisbrecher, Fischdampfer, Koh-lenfrachter und Kreuzfahrtschiffe (Wilhelm Gustloff).

Tausende warteten am Hafen tagelang in bitterer Kälte auf ein Schiff, andere versuch-ten auf dem schmalen Landstreifen, zwischen Ostsee und dem Haff, der von den Sowjets noch nicht kontrolliert wurde nach Danzig oder Pommern durchzukommen.

alles was schwimmen konnte wurde zur Rettung aktiviiert
alles was schwimmen konnte wurde zur Rettung aktiviiert
9.500 suchten Schutz auf der Wilhelm Gustloff
9.500 suchten Schutz auf der Wilhelm Gustloff

 

...eine unvorstellbare Tragödie

ereignete sich in der Nacht vom

29. auf den 30. Januar. 1945.

Der russische U-Boot Kommandant Marinesko torpetierte das deutsche Lazerett-Schiff "Wilhelm Gustloff"...

 

...das mehr als 10.000 verzweifelte

Menschen an Bord hatte, alle auf Flucht vor den heranrückenden russischen Panzern. Mein Vater erzählte von diesem Unglück,

an dem er so nah dran war, immer wieder,

Der russische Kapitän Marisenko steuerte damals sein U-Boot "S-13" im grossen Bogen um die Wilhelm Gustloff herum, um von Backbord aus anzugreifen. Aus 700 m Entfernung schoss er drei Torpedos ab, die alle ihr Ziel erreichten.

Unbeschreibliche Szenen spielten sich auf der Wilhem Gustloff ab.

Genau 62 Minuten dauerte der Todeskampf, danach verschlang die bitterkalte Ostsee den Stolz der KDF-Flotte - und mit ihr über 9000 flüchtende Menschen.

Zuerst wegen seiner Prahlerei degradiert und verhaftet, wurde Marisenko ausge-rechnet von Michail Gorbatschow - 1990 posthum - zum "Helden der Sowjetunion" befördert. In Kaliningrad (Königsberg) ist sogar eine grosse Ausfall-Strasse (Prefekt) nach ihm benannt.

Pillau - heute ein russischer Marine-Stützpunkt

der rote Leuchttrum von Pillau
der rote Leuchttrum von Pillau
russische Kadetten angeführt von einem Bootsmann und Offizier
russische Kadetten angeführt von einem Bootsmann und Offizier

 

...der Dienst in der Marine

ist offenbar, heute wie

damals, etwas ganz besonderes....

 

...der begleitende Offizier

erlaubte mir mit einem

kurzen Wink, die stolzen

Gesichter der Matrosen zu photographieren.

der Marina-Stützpunit Pillau hatte schon immer eine brosse strategische Bedeutung
der Marina-Stützpunit Pillau hatte schon immer eine brosse strategische Bedeutung
die neurenovierten orthodoxen Kirchen waren überall gut besucht
die neurenovierten orthodoxen Kirchen waren überall gut besucht

 

...im Hafen gab keinerlei

Kontrollen. In der kleinen, neurenovierten orthdoxen Kirche im Hafen fand gerade die Sonntags-Messe statt...

 

... zu der nicht nur die Alten,

sondern auch viele junge Familien, mit ihren Kindern kamen....

Abendstimmung am Strand, jenseits der Mole
Abendstimmung am Strand, jenseits der Mole
wir waren ganz allein in dieser Stunde
wir waren ganz allein in dieser Stunde

 

...beeindruckend die

Abendstimmung an der

Pillauer-Hafenmole....

 

...man spürte förmlich die Vergangenheit, mit all sei-nen grausamen Wider-

sprüchen....

unentwegs prasselte die Brandung gegen die Wellenbrecher
unentwegs prasselte die Brandung gegen die Wellenbrecher

im Grenzbereich der russischen Enklave Königsberg

von hier überwachte man die gesamte Ostsee
von hier überwachte man die gesamte Ostsee

 

...in  der Mittags-Pause 

schauten wir auf eine

eine riesige Abhöranlage...

 

...die ähnlich wie im bayerischen Bad Aibling,

Zugriff auf alles hat, was

sich im Ostsee-Raum bewegt...

in dieser herrlichen Stimmung verbrachten wir die Mittagspause
in dieser herrlichen Stimmung verbrachten wir die Mittagspause
in einem kleinen Ort stand eine mächtige Kirche
in einem kleinen Ort stand eine mächtige Kirche

 

...die Silouette einer impo-santen Backstein-Kirche,

am Rande eines kleines

Dorfes machte uns neugierig....

 

...erneut ein Zeichen für den

gewaltigen Umschwung, der

sich gerade in den post-kommunistischen Gemeinden

vollzieht....

im Gegenlicht der Abendsonne wirkte sie erhaben und bedeutend
im Gegenlicht der Abendsonne wirkte sie erhaben und bedeutend
die Natur-Strasse, nur die Zufahrt zu alten einem Gutshof
die Natur-Strasse, nur die Zufahrt zu alten einem Gutshof

 

...auf dieser menschenleeren Strasse orientierten wir uns nur grob nach der Sonne...

 

...am Ende führte sie zu einem ehemals vornehm gestalteten Guts-Haus, dessen stilsichere Eleganz noch gut zu erkennen war....

ein interessantes Bauwerk an dem die Vergangenheit abzulesen war
ein interessantes Bauwerk an dem die Vergangenheit abzulesen war
die Weichsel - mit 1048 km der längste Fluss Polens
die Weichsel - mit 1048 km der längste Fluss Polens

 

...hinter Marienburg,

20 km vor der ehemaligen

Freien Reichsstadt Danzig überqueren wir die mäch-

tige Weichsel....

 

...den längsten Fluss Polens,

zu dessen Einzugsgebiet auch

die Ukraine, Weiss-Russland

und die Slowakei gehört...

...

...aus technischen Gründen endet hier der Bericht.

Wenn Du mehr sehen willst, gehe zurück auf Tourenziele und klicke Dich bei der Tour: Danzig - Stettin wieder ein..